Gedankenstütze
Diamond DA20-A1 Katana
27. September 2023
In der Platzrunde gilt was schon mein alter Lateintrainer Claus Salberg zu benennen wusste: Is viel Arbeit in kurz‘ Zeit! Vier Phasen mit 21 Punkten, ihrerseits in Unterpunkte aufgegliedert, abzurufen und auszuführen innerhalb von etwa fünf Minuten. Grund genug für eine erste Gedankenstütze.
Abflug:
– Gas vor, dabei leicht ins rechte Seitenruder
– Beim Anrollen Airspeed und Drehzahl checken
– Bei 40 kts Bugrad entlasten
– Beim Abheben Höhenruder nachlassen für kurzen Horizontalflug
– Bei 60 kts Steigfluglage einnehmen, mit 500ft/min steigen
– Bei 500 Fuß Höhe den Prop aus dem roten Bereich nehmen (sonst geht das nur etwa fünf Minuten gut)
– Bei 800 Fuß Höhe (400ft über Grund) Klappen hoch und im Höhenruder die Fluglage leicht ziehend korrigieren (weniger Auftrieb, weniger Widerstand, daher höherer Anstellwinkel)
– Beim Start auf Piste 24 beim Erreichen des kleinen Feldwegs Luftraumcheck und 90° nach links kurven
Querabflug:
– Vor der kleinen nörvenicher Kläranlage gleich wieder 90° links, den Ort nicht überfliegen
Gegenanflug:
– Bei Erreichen der Platzrundenhöhe (1300ft AMSL, ca. 300m über Grund, 400m üNN), noch 50ft darüber hinausgehen, Horizontbild für Reiseflug einnehmen
– Throttle 22, Prop 21 (was den Ladedruck wieder auf 24 gehen lässt, Constant Speed Prop sei Dank), Nachtrimmen falls nötig
– Landeschwelle querab: Von links nach rechts mit den Landevorbereitungen beginnen: Kraftstoffpumpe an (falls noch aus), Lichter, Vergaservorwärmung
– Throttle auf 18 bis Fahrtmesser im weißen Bereich, Klappen auf Start und Throttle wieder leicht hoch
– Nach Überfliegen der Kiesgrube 90° links
Queranflug:
– Letzte Vorbereitungen: Throttle raus, Prop ganz vor, Throttle nochmal zurück, 90° links in den Endanflug
Endanflug:
– Landeklappen raus (je nach Position und Thermik früher oder später)
– Anflug mit 60-65kts, regeln über Höhenruder
– Aufsetzen auf der Schwelle anpeilen (zwei weiss, zwei rot auf dem PAPI-Anzeiger), zu kurze Anflüge mit Throttle korrigieren
– Abfangbogen beginnen, Blick aufs Pistenende für Ausrichtung an der Centerline
– Auf dem letzten Meter Höhenruder ganz zurück bis die Strömung abreißt, sich die Maschine wirklich gesetzt hat und 40 kts unterschritten sind
Durchstarten:
– Vorwärmung aus, Klappen auf Start, Throttle nach vorne und wieder mit Seitenruder die Linie halten bis 40kts erreicht sind

Fliegerhorst Nörvenich
ETNN
Der Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen besteht seit 1954. War er lange gemeinsame Heimat von deutschen und amerikanischen Einheiten, so ist er heute Homebase des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“. Und natürlich auch Homebase der angeschlossenen Sportfliegergemeinschaft, zu der ich auch als ziviler Flugschüler nach bestandener Sicherheitsüberprüfung Zugang habe.
Der am Platz ansässige Stamm von Maschinen hat sich über die Jahre verändert. F84-F Thunderstreak wichen dem „Starfighter“ F-104G, alliierte A 10 Thunderbolt II belebten das Bild, Starfighter wichen dem Panavia „Tornado“, welcher wiederum durch den Eurofighter „Typhoon“ ersetzt wurde.
Das Kommen und gehen geschah jedoch immer rund um den seit den 50ern stets gleich Kern: Eine leicht bergauf angelegte, 2.400m lange und 45m breite Asphaltbahn, auf der auch tatsächlich schon 747 gelandet sind.